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DIE GRENZE
Filmreihe von Thomas Arslan (11.- 27. 2. 2005)
Vortrag von Thomas Arslan
Do, 10. 2., 19 Uhr
In der Filmreihe „Die Grenze“ geht es um belagerte
und umkämpfte Grenzen.
Ihre Überquerung stellt für die Unerwünschten ein
lebensgefährliches Risiko dar. Auf der „anderen Seite“
werden diese Grenzen mit einem komplexen Militär- und Polizei-Apparat
bewacht. Hier treffen verschiedene Projektionen aufeinander, die
sich je nachdem von welcher Seite man blickt voneinander unterscheiden.
Es begegnet sich die Angst vor der fremden, anderen Kultur, von
deren „Armut“ und „Rückständigkeit“
überschwemmt zu werden und die Hoffnung und Sehnsucht nach
einem besseren und menschenwürdigeren Leben.
Die Filmreihe zeigt Arbeiten, die sich auf unterschiedliche Weise
mit der Grenze und deren Effekten beschäftigen. In einigen
der gezeigten Filme ist die Grenze bzw. die Grenzregion der Hauptschauplatz,
in anderen ist sie weniger unmittelbar präsent, jedoch ein
wichtiger Bezugspunkt.
Thomas Arslan (*1962), Filmemacher und Drehbuchautor, lebt und
arbeitet in Berlin.
Programm:
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Kino in der Brücke
Kölnischer Kunstverein
Hahnenstraße 6
D - 50667 Köln
Telefon + 49 - 221 - 86 97 64 7
Telefax + 49 - 221 - 86 97 64 8
info@projektmigration.de
Eintritt Euro 5,- (Mitglieder KKV frei)
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De
l’autre côté (Chantal Akerman) B/F 2002,
103 min, OmeU
Der Film über die mexikanisch-US-amerikanische Grenze beginnt
auf der mexikanischen Seite und schildert die Hoffnungen und die
Verzweiflung der auf Einwanderung in die USA Hoffenden. Die Orte,
die Chantal Akerman in ruhigen Schwenks und Fahrten zeigt, sind
davon aufgeladen.
Fr, 11.2., 19 Uhr
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A
City of Sadness (Hou Hsiao-hsien) Taiwan 1989, 157 min,
OmdU
Die Geschichte einer taiwanesischen Familie, die in den Strudel
der Ereignisse der Nachkriegszeit gerät. Der Film beginnt 1945
mit der Beendigung der japanischen Besatzung Taiwans und schildert
die kurze Übergangszeit bis 1949, als das Land von der autoritären
Politik des chinesischen Festlandes erneut unterdrückt wird.
Sa, 12.2., 19 Uhr
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Touch
of Evil (Orson Welles) USA 1958, 111 min, OmdU
Ein Kriminalfilm, ein Spätwerk des „Film Noir“,
ebenfalls an der mexikanisch-amerikanischen Grenze angesiedelt.
Welles interessiert die Grenze weniger als konkreter politischer
Ort, sondern als überhöhtes, moralisches Niemandsland,
in dem alle Gewissheiten zu Staub zerfallen.
So, 13.2., 19 Uhr
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Loin
(André Téchiné) F/E 2001, 120 min, OmdU
Der junge Serge pendelt als Lastwagenfahrer zwischen Frankreich,
Spanien und Marokko. In Tanger kreuzen sich die Wege von Serge,
Sarah und Said. „Loin“ entfaltet ein Geflecht von Wünschen
und Träumen, in dem das Private und die konkreten politischen
Bedingungen miteinander verwoben sind.
Sa, 19.2., 19 Uhr

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Border
Incident (Anthony Mann) USA 1949, 94 min, OF
Eine der frühen Arbeiten Anthony Manns. Zwei amerikanische
Undercoveragenten schleusen sich in einen Schlepperring ein, der
zwischen der amerikanisch-mexikanischen Grenze operiert.
So, 20.2., 19 Uhr
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Scarface
(Brian De Palma) USA 1983, 170 min, DF
Al Pacino spielt den kubanischen Einwanderer Tony Montana, für
den außer dem Elend nichts in den USA vorgesehen ist. „The
world is yours“. Dieses Reklame-Versprechen des „American
way of life“ macht er sich mit bedingungsloser Übererfüllung
zu Eigen.
Fr, 25.2., 19 Uhr
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Zeit
der trunkenen Pferde (Bahman Ghobadi) Iran 2000, 79 min,
OmdU
Der mit Laiendarstellern gedrehte Spielfilm schildert mit naturalistischer
Wucht die harte Existenz von fünf verwaisten Geschwistern im
Norden des iranischen Teils von Kurdistan. Vom durch Grenzschmuggel
verdienten Geld soll eine lebensrettende Operation für das
älteste, behinderte Geschwisterkind Madi bezahlt werden. Für
diese Operation muss Madi das Unmögliche gelingen: auf die
andere Seite der Grenze zu gelangen.
Sa, 26.2., 19 Uhr
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Allemagne,
année 90 neuf zéro (Jean-Luc Godard) F 1991,
62 min, dt./frz. OF
Eine Auftragsarbeit für das Fernsehen über das Thema Einsamkeit.
Godard entschied sich für einen Film über die Einsamkeit
eines Staates. Nach dem Verschwinden der deutsch-deutschen Grenze
irrt der alt gewordene Agent Lemmy Caution durch das ehemalige Gebiet
der DDR und nähert sich dem Westen. Spuren der deutschen Geschichte
säumen seinen Weg.
So, 27.2., 19 Uhr
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Projekt Migration, ein Initiativprojekt
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