Begleitprogramm
Unterschiedliche Veranstaltungen, unter anderem in Kooperation
mit dem Domforum und der Forschungsstelle für interkulturelle
Studien an der Universität zu Köln vertiefen und erweitern
die Inhalte der Ausstellung. In Diskussionsveranstaltungen in Köln,
Berlin, Hamburg und Istanbul wird der Frage nach der Zukunft von
Migrationsgesellschaften nachgegangen.
Do, 8. 9., 19 Uhr
PRÄSENTATION PROJEKT MIGRATION
IM KUNSTVEREIN HAMBURG
Migration aus Prinzip
Das "Projekt Migration" des Kölnischen Kunstverein
- ein Initiativprojekt der Kulturstiftung des Bundes - stellt sich
vor im Kunstverein Hamburg vor. Die KuratorInnen der Ausstellung
KATHRIN RHOMBERG (Direktorin Kölnischer Kunstverein), MARION
VON OSTEN (Künstlerin und Ausstellungsmacherin) sowie MARTIN
RAPP (Projektleitung DOMiT e.V.) werden im Gespräch mit dem
Soziologen VASSILIS TSIANOS (Kanak Attak / TRANSIT MIGRATION) der
Frage nachgehen, warum die Sichtbarmachung von Migration trotz aller
Widersprüche notwendig ist und welche Rolle darin Kunst und
Forschung spielen können.
Ort: Kunstverein Hamburg,
Klosterwall 23, 20095 Hamburg,
Telefon: 040 - 33 83 44
Sa, 17. 9., 15.30 Uhr
PRÄSENTATION PROJEKT MIGRATION
AUF DER BIENNALE ISTANBUL
Die Zukunft der Migrationsgesellschaft
In der Diskussionsveranstaltung mit dem Titel “Die Zukunft
der Migrationsgesellschaft”, die im Rahmen der Istanbul Biennale
stattfindet, diskutieren die Kuratoren des Projekt Migration mit
Levent Soysal, Ethnologe und Professor an der Kadir-Has-University,
Istanbul und Esra Ersen, Künstlerin.
Ort: Hospitality Zone
Antrepo no. 5: Mebusan Cad., Liman Isletmelerei, Sahasai, Karaköy
(Bosporus Nähe Tophane)
Do, 3. 11. 2005, 19 Uhr
Do, 1. 12. 2005, 19 Uhr
Do, 12. 1. 2006, 19 Uhr
MEIN BLOCK -REPRÄSENTANZ, SELBSTBEHAUPTUNG UND KAMPF BEI JUNGEN
MIGRANTINNEN
Eine Musik- und Veranstaltungsreihe entwickelt
von Murat Güngör
Fr, 25. 11. 2005, 20 - 24 Uhr
Sa, 26. 11. 2005, 20 - 24 Uhr
So, 27. 11. 2005, 17 - 19 Uhr
TULIP HOUSE, „KIOSK FÜR NÜTZLICHES WISSEN: EIN
LEBEN IN VIER STUNDEN.
Eine Versuchsanordnung zur Erinnerung an die Stadt“, 2003-2005
Der „KIOSK für nützliches Wissen“ ist ein
von dem Produktionsbüro Tulip House (der Kuratorin Hannah Hurtzig/Warschau,
Berlin und dem Kurator Anselm Franke/Berlin) entwickeltes Modell
zur Darstellung von Gedächtnis, Raum und Rhetorik, das als
Installation durch verschiedene öffentliche Orte tourt. Wie
auch bei der bereits 1999 von Hannah Hurtzig entwickelten „Mobilen
Akademie“, die zwischen Feldforschung, Kursangebot und Aktionismus
angesiedelt ist, oder dem „Schwarzmarkt für nützliches
Wissen“, geht es um neue Formate der Wissensvermittlung –
im Unterschied etwa zum Vortrag oder zur Podiumsdiskussion. Der
KIOSK arbeitet im Genre der Erzählung, als personalisierter,
intimer Dialog zwischen Personen. Theoretische Diskurse treffen
hier auf die Praxis des Alltags, des Berufs und der Autobiografie.
Wissen und Information werden als so als Verhandlungsprozesse einschließlich
ihrer fiktionalen Elemente anschaulich.
Ein Format des KIOSK sieht es dabei vor, dass Personen der Zeitgeschichte
anhand der Orte und Städte ihrer Biografien versuchen, ihre
Lebensgeschichte einem Zuhörer in vier Stunden zu erzählen.
Dieser öffentlich inszenierte Lebensroman, „Ein Leben
in vier Stunden“, wird in Köln drei Mal aufgeführt.
Eingeladen werden Personen mit spezifischem Migrationshintergrund.
Die Gespräche werden aufgezeichnet und als DVD archiviert.
Die 4stündige Autobiografie wird life produziert - allerdings
in einem dem Publikum verborgenen Raum. Sie wird aber auf Leinwände
und Köpfhörer übertragen. Das Publikum wird so zu
Voyeuren und Zeugen einer sich entwickelnden Erzählung, die
sich zwischen Interview, Fachgespräch, Beichte, Verhör
oder analytischer Sitzung ansiedelt. Neben diesen drei Erzählungen
wird auch das bisherige DVD-Archiv des KIOSK mit fachspezifischen
Dialogen zum Thema „Raumkontrolle“ (1-7), das zweite
KIOSK-Format, und „Ein Leben in vier Stunden“ (1-6)
ausgestellt.
KIOSK für nützliches Wissen ist ein Projekt für
ErsatzStadt. Ein Initiativprojekt der Kulturstiftung des Bundes
in Kooperation mit KW Institute for Contemporary Art, Berlin. www.tuliphouse.de
Hannah Hurtzig: Dramaturgin, lebt und arbeitet in Berlin und Warschau.
Ort: Kölnischer Kunstverein
Do, 8. 12., 19.30 Uhr
AUSLÄNDER IN DEUTSCHLAND, 1885 BIS 2005:
EINE SCHWIERIGE GESCHICHTE
Nordrhein-Westfälische Migrationsgespräche
Prof. Dr. Ulrich Herbert, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Veranstalter: Katholisches
Bildungswerk Köln, Landeszentrum für Zuwanderung NW,
Landeszentrale für politische Bildung NW, Auslandsgesellschaft
Dortmund, DOMIT
Ort: DOMFORUM
Di, 13. 12., 19.30 Uhr
2-3 JAHRE DEUTSCHLAND, WAS IST DARAUS GEWORDEN? MIGRANTENGESCHICHTEN
Gespräch
Yvonne Friargiu, Biografiearbeiterin
Veranstalter: DOMIT, Kath.
Bildungswerk Köln
Ort: DOMFORUM
2. 11. 2005 – 8. 2. 2006, 18 Uhr
KOLLOQUIUM IM WS 2005/2006: MIGRATION UND BILDUNG
In Kooperation mit der Universität Köln
2. 11. 2005
Informelle Bildung und Kompetenzerwerb – « Mitgebrachte Ressourcen » von
Jugendlichen mit Migrationshintergrund
Louis Henri Seukwa (Universität Frankfurt
a.M.)
16. 11. 2005
Wissen der Migration – Wissen der MigratInnen
Vassilis Tsianos, Serhat Karakayali
(Universität Frankfurt
a.M.)
30. 11. 2005
“Zertifikat Deutsch“
Birgit zur Nieden , Farida Heuck (Künstlerinnen „Projekt
Migration“)
14. 12. 2005
Zwischen Barrieren und Ressourcen – Bildungswege von Jugendlichen mit Migrationshintergrund
Erika Schulze (FIST, Universität Köln)
11. 1. 2006
“Ausländerkinder“ im Schulbuch – zwischen Stühlen, Welten, Kulturen
Thomas Kunz (Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik,
Universität Frankfurt a.M.)
25. 1. 2006
Migration, Mehrsprachigkeit und Bildung
Joana da Siveira Duarte (Universität
Hamburg)
8. 2. 2006
Bildungserfolgreiche junge Frauen mit Migrationshintergrund
Ursula Boos-Nüning
(Universität Duisburg-Essen)
Ort: Rotary Raum der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät
Herbert-Lewin-Straße 6 (Ecke Frangeheimstraße), 50931 Köln
Info Telefon: Dr. Tekin Ugur 0221/470-6331
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