«Fremde Heimat»von Hans-Jörg Hilgert und Tuuliki Lähdesmäkki (WDR). BRD 1977, 44’
„Ich ging nach Deutschland, um das Problem einer Generation zu lösen, aber ich habe nur meines gelöst.“(Angelo Santoro)
“Fremde Heimat“ ist der zweite Film über die Kölner Familie Santoro von Hans-Jörg Hilgert und Tuuliki Lähdesmäkki. Drei Jahre nach dem „Eine Kölner Familie“ für Aufregung sorgte, fokussiert der zweite Fernsehbeitrag nun nicht mehr so sehr auf das politische Engagement der „frechen Mimi“ (Cosima Santoro) der Tochter, sondern auf die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Rückkehr nach Italien und der transnationalen Realität der Familie. Wir sehen Cosima, die älteste Tochter zum Studieren nach Mailand gehen, in deren Koffer zu oberst Gramsci liegt, wir lernen die Tante in Mailand kennen, die ihr ein Zimmer vermietet und bei der sie im Haushalt hilft. Und wir folgen der Familie in Köln, die ihre Tochter vermisst und nur über Telefon Kontakt zu ihr haben kann. Am Ende steht das Weihnachtsfest in Süditalien, wo sich alle wieder treffen werden und alles gut werden soll, doch die Familie Santoro hat sich verändert.
|