«Gölge» von Sema Poyraz. D: Semra Uysal, Birgül und Yüksel Topçugürler. BRD 1980, 90’
Das Kammerspiel mit kargen Dialogen beschreibt die erwachende Sexualität eines jungen türkischen Mädchens, ihre Phantasien und Posen vor dem Spiegel, ihre Positionierung in der Kreuzberger Welt Anfang 80er Jahre: die klaustrophobische Beengtheit der Zweizimmerwohnung, in der die vierköpfige Familie wohnt, der alles beherrschende Fernseher, der Gölge nicht erlaubt, sich auf die Schularbeiten zu konzentrieren, die Erschöpfungen und Kabbeleien der Eltern.
Sema Poyraz studierte von 1973 bis 1980 an der DFFB in Berlin, «Gölge» ist ihr Abschlussfilm.
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