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"Ise-Kyopos. Die 2. Generation der im Ausland lebenden Koreaner"

Cerin Hong

Ise oder I-Sae heißt zweiter, zweite, zweites. Mit Kyopos bezeichnen Inland-Koreaner alle im Ausland lebenden Koreaner. Zwischen 1963 und 1967 kamen 18.000 bestens ausgebildete koreanische Krankenschwestern nach Deutschland. Angeworben wurden sie aufgrund eines befürchteten Mangels an Arbeitskräften im Pflegebereich. Gleichzeitig, aber unabhängig voneinander, reisten 7.000 Koreaner ein, die im Bergbau arbeiten, obwohl sie teilweise Akademiker waren. Die Filmemacherin Cerin Hong hat in ihrem ersten Dokumentarfilm die Kinder dieser Migrantinnen und Migranten porträtiert. Sie berichten von ihrer Lebenssituation in Berlin und der koreanischen Community. Gezeigt wird in der Ausstellung ein Ausschnitt dieses Films. In dem Film erzählen die Interviewten, meist Mädchen und alle um die 20 Jahre alt, dass ihre Eltern nach Deutschland kamen, um es in ihrem Leben zu etwas zu bringen. Tatsächlich war die Migration aus Korea von Karrierehoffnungen erfüllt. Es waren jeweils die "Besten" ihrer Berufe und sie kamen, wie das historische Fernsehmaterial zeigt, als stolze Vertreter und Vertreterinnen ihres Landes - zudem "Frisch wie der junge Morgen", wie ein Fernsehsprecher die Ankunft per Flugzeug kommentiert. In Deutschland wurden sie dann sozial in die Kategorie der Billiglohnarbeiterinnen und Billiglohnarbeiter gesteckt. Wenn die Mädchen von ihren Eltern erzählen, ist der Film über die zweite Generation auch einen Blick auf die Elterngeneration.

Filmemacherin, geboren 1975 lebt und arbeitet in Köln.

 

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Cerin Hong