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"Protest gegen die Schließung des Stahlwerks Krupp Rheinhausen"

Manfred Vollmer

Manfred Vollmer fotografiert seit den 1970er Jahren die Arbeitswelt im Ruhrgebiet. Als Fotojournalist ist er einer engagierten kritischen Sozialfotografie verpflichtet und hat zahlreiche Demonstrationen und Kämpfe solidarisch begleitet. Ebenso hat er den Strukturwandel dokumentiert, wozu auch Arbeitslosigkeit gehört. Die Proteste gegen die Stilllegungen von Eisenhütten in den 1980er Jahren, in Hattingen und Rheinhausen, nehmen einen wichtigen Teil seiner Arbeit ein. 1987/88 fotografierte Vollmer den Kampf gegen die Schließung der Krupp-Hütte in Duisburg/ Rheinhausen. Es war eine der größten Protestwellen im Ruhrgebiet, mit Konzerten, Schüleraktionen, Gottesdiensten und vor allem immer wieder Demonstrationen. Auf einer der Fotografien von Manfred Vollmer lassen "Schimanski" und "Tanner" ("Tatort") bei einer Solidaritätsaktion ersehen, wie breit die Unterstützung dieses Arbeitskampfes war, zu dem auch die Blockade einer Autobahn gehörte. Vollmers Bilder sind Dokumente gemeinsamer Aktionen der international zusammengesetzten Arbeiterschaft und zeigen auch legendäre Momente: Erstmalig wurde in der Geschichte der Arbeiterschaft ein Firmensitz eingenommen, wie hier die Villa Hügel der Krupp-Dynastie. Die Arbeiter marschieren auf die Villa zu und versammeln sich in der Eingangshalle unter einem herrschaftlichen Porträt.

Fotograf, geboren 1944, lebt und arbeitet in Essen.

 

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Manfred Vollmer